Dauer: ca 30-40 Minuten
Lernziel: Die Schülerinnen und Schüler verstehen, wie Tenside (Seife) Verschmutzungen entfernen
und wie aus Asche, Lauge und Öl eine seifenartige Emulsion entstehen kann.
Einstieg
Die Lernenden betreten das Virtual Lab und folgen der Einführung von Dr. Blubber.
Sie sehen eine Animation, die zeigt, wie eine spezielle UV-Lampe zur Hygienekontrolle
unsichtbare Verschmutzungen sichtbar macht.
Schritt 1: Materialien auswählen
Nun suchen die Lernenden die benötigten Materialien im virtuellen Materialschrank.- zwei Glasstäbchen
- eine Schüssel
- zwei Bechergläser
- eine Magnetheizplatte
- zwei Magnetstäbchen
- einen großen Plastikbecher mit Holzasche
- pH-Papier
- einen Trichter
- einen Filter
Hinweise helfen den Lernenden bei der Auswahl.Schritt 2: Wie wirkt Seife?
Im Quiz erfahren die Lernenden, dass man Wasser und Seife für die Reinigung der
Hände benötigt. Im Experiment füllen sie Wasser in eine Schüssel und streuen
Pfeffer (symbolisiert „Schmutz“) hinein. Der Pfeffer bleibt auf die
Wasseroberfläche (der „Haut“ des Wassers). Danach bringen sie einen Tropfen
Flüssigseife am Glasstab an und tauchen ihn ins Wasser. Sie beobachten:
Die Pfefferteilchen werden weggedrängt und sinken — ein sichtbarer Hinweis
auf die Wirkung von Tensiden.
Schritt 3: Erklärung der Tensidwirkung
Die Tensidwirkung wird in einem kindgerechten Erklärfilm erläutert:
Tenside besitzen einen wasserliebenden „Kopf“ und einen „fettliebenden“ Schwanz.
Der Kopf schiebt sich zwischen die Wassermoleküle an der Oberfläche.
Dadurch verringert sich die Oberflächenspannung und Wasser kann z. B. leichter in ein
Kleidungsstück eindringen und Schmutz herauswaschen.
Schritt 4: Wasser erhitzen
Die Lernenden erfahren, dass die Menschen schon vor 5.000 Jahren eine Vorform von
Seife kannten. In der Asche steckt ein Stoff, den man für die Herstellung von Seife
braucht. Im Experiment erhitzen die Lernenden Wasser mithilfe von Magnetheizplatte
und Magnetstäbchen.
Schritt 5: Lauge aus Asche und heißem Wasser herstellen
Mit dem heißem Wasser lösen sie den (noch unbekannten) Stoff aus der Asche:
Sie geben die Asche ins heiße Wasser und lassen das Ganze 10 min (Zeitraffer)
rühren. So entsteht die für die Seifenherstellung benötigte Lauge.
Schritt 6: pH-Test
Die Lernenden testen, ob aus dem Gemisch wirklich Lauge entstanden ist und wie stark
sie ist. Dazu wird der pH-Wert der Lauge ermittelt, indem ein pH-Teststreifen in die
Flüssigkeit getaucht wird. Im Quiz vergleichen die Lernenden die dunkelblaue Färbung
des Teststreifens mit dem Farbcode. Es werden unterschiedliche Farb-Bedeutungen erläutert
und es bestätigt sich, dass die Flüssigkeit eine starke Lauge ist (ph-Wert etwa 10).
Damit lässt sich Seife herstellen. Anschließend filtern sie die Lösung digital durch
Trichter und Filterpapier in ein sauberes Becherglas.
Schritt 7: Lauge filtern und erhitzen
Nun soll die Lauge von der Asche abgetrennt werden. Ein Trichter und ein Papierfilter
werden auf ein Becherglas gesetzt und die abgekühlte Lauge wird hineingegossen.
Die gefilterte Lauge wird mit dem Magnetstäbchen auf der Magnetheizplatte für 10 min
(Zeitraffer) geköchelt.
Schritt 8: Öl zugeben und Emulsion bilden
Die Lernenden geben etwas Öl zur reduzierten Laugenflüssigkeit und rühren die
Mischung mit dem Glasstäbchen um, bis eine trübe Emulsion entsteht — das Öl wurde
verseift. Im Quiz wird gefragt, woran man erkennt, dass es sich wirklich um eine
Seifenemulsion handelt. Die richtige Antwort ist: Wenn man ein paar Tropfen davon
mit Wasser mischt und die Mischung schüttelt, entsteht Schaum als Anzeichen
für eine Seifenemulsion.
Schritt 9: Erläuterung der Seifenwirkung
Ein Erklärfilm zeigt die Wirkung von Tensiden: Tenside umhüllen Schmutzteilchen,
die oft Fett enthalten. Die „Schwanzenden“ der Tenside lagern sich an Schmutzteilchen
an und die wasserliebenden „Kopfenden“ der Tenside können so den Schmutz leicht
wegspülen. In einer Rückkehr zur Ausgangsgeschichte wird mithilfe der UV-Lampe gezeigt,
dass die Hände nach dem Waschen mit Seife wirklich sauber sind. Die Kinder wissen,
wie Seife funktioniert, wie man sie herstellt und warum sie so wichtig ist.
Schritt 10: Aufräumen
Die Lernenden entscheiden, ob sie das virtuelle Labor selbst aufräumen oder dies
automatisch erledigen lassen möchten. Wenn sie sich für das selbstständige Aufräumen
entscheiden, müssen sie die benutzten Materialien korrekt sortieren.
Expertentest (optional)
In einer Zuordnungsaufgabe untersuchen die Lernenden, welche Übertragungswege
Krankheitserreger nehmen können und wie man ihre Übertragung verhindern kann.
Sie sehen Bilder mit möglichen Übertragungswegen und ordnen jedem Weg das passende
Gegenmittel zu, etwa gründliches Händewaschen, das Tragen einer Maske, Schutz vor
Insekten oder den Umgang mit kontaminiertem Wasser und Lebensmitteln. Dr. Blubber
gibt zu jeder Antwort erläuterndes Feedback. Die Lernenden erhalten ein Expertendiplom,
wenn sie den Test vollständig bis zum Ende durchführen.