Was wird vermittelt?
Warum ist der Boden für Pflanzen wichtig? Wie kann man die Bodenart bestimmen?
Im Experiment „Das Boden-Phänomen“ erforschen Kinder, warum an manchen Orten Pflanzen gut
wachsen – und an anderen kaum. Ausgangspunkt ist die Beobachtung an einem Strand:
Bis zu den Dünen wachsen Pflanzen, aber im reinen Sand wächst nichts mehr. Im Labor
werden drei Bodenproben – Gartenboden, Feldweg und Dünensand – mithilfe einer Schlämmprobe
in ihre Bestandteile Sand, Schluff und Ton getrennt. Dabei zeigt sich, wie unterschiedlich
Böden zusammengesetzt sind. Anschließend wird mit einer Durchlaufprobe untersucht, wie
schnell Wasser durch die verschiedenen Böden sickert: Sand lässt es schnell durch,
Schluff langsamer und Ton hält Wasser lange zurück. Außerdem wird die im Boden enthaltene
Luft durch aufsteigende Blasen sichtbar gemacht. In einer optionalen „Profi-Aufgabe“ wird
zusätzlich der Humusgehalt durch Glühen einer Bodenprobe bestimmt. Der Erklärfilm zeigt
abschließend, wie die verschiedenen Bodenbestandteile – Sand, Schluff, Ton, organisches
Material, Wasser und Luft – zusammenwirken und bestimmen, welche Pflanzen an welchem
Standort wachsen können. Im optionalen Expertentest sollen die Kinder die drei
Bodenarten erkennen und korrekt benennen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Einsatz im Unterricht
Dauer: ca 30-40 Minuten
Lernziel: Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie man Bodenproben in ihre Bestandteile auftrennt
(Schlämmprobe), wie die Korngröße von Bodenbestandeilen Einfluss auf Wasserdurchlauf und
Wasserspeicherung hat (Durchlaufprobe) und wie man organischen Anteil (Humus) mit einem
Glühverlust bestimmt.
Einstieg
Die Lernenden öffnen das virtuelle Labor und folgen der Einführung von Dr. Blubber.
Am Strand wachsen hinter den Dünen kaum Pflanzen. Nun soll untersucht werden, wie sich
unterschiedliche Böden zusammensetzen und wie dies das Pflanzenwachstum beeinflusst.
Schritt 1: Materialien auswählen
Nun suchen die Lernenden die benötigten Materialien im virtuellen Materialschrank.- drei Laborflaschen
- einen Plastiklöffel
- vier Messzylinder
- drei Trichter
- drei Papierfilter
- einen Erlenmeyerkolben
Hinweise helfen den Lernenden bei der Auswahl.Schritt 2: Schlämmprobe vorbereiten (Auftrennung der Bestandteile)
Auf dem Labortisch liegen drei Bodenproben unterschiedlicher Art: Sand,
Gartenerde und Erde von einem Feldweg. Aufgabe ist, eine Schlämmprobe durchzuführen,
um die Bodenbestandteile zu trennen. Dazu füllen die Lernenden jede Laborflasche mit
einer Bodenprobe und Wasser. Dann werden die Flaschen fest verschlossen und kräftig
geschüttelt, bis sich eine einheitliche, trübe Suspension gebildet hat.
Schritt 3: Beobachten und Schichten abwarten
Die Flaschen werden auf den Tisch gestellt und die Lernenden beobachten das
Absetzen der Partikel. Zuerst setzen sich die gröbsten Teilchen ab (Sand),
nach einigen Minuten folgt eine feinere Schicht (Schluff), und die sehr feinen
Teilchen (Ton) brauchen deutlich länger. Die Bodenproben haben sich komplett aufgetrennt.
Schritt 4: Ergebnisse erklären
Ein Erklärfilm ordnet die sichtbaren Schichten den Begriffen Sand, Schluff und
Ton zu und wiederholt, dass die verschiedenen mineralischen Bestandteile des Bodens
unterschiedlich groß sind. Es wird erläutert, dass die unterschiedliche Zusammensetzung
des Bodens Auswirkungen auf die Durchlauffähigkeit des Wassers und Wasserhaltefähigkeit
des Bodens hat.
Schritt 5: Erläuterung Durchlaufprobe
Dr. Blubber erläutert, dass diese Eigenschaften der Böden mit der „Durchlaufprobe“
erforscht werden können. Es soll gemessen werden, wie lange 20 ml Wasser brauchen,
um durch jede Bodenprobe zu laufen.
Schritt 6: Durchlaufprobe durchführen
Es wird mit der Sandprobe begonnen: Die Lernenden platzieren einen Trichter und
einen Papierfilter auf einen Messzylinder. Danach wird die Bodenprobe eingefüllt,
20 ml Wasser hinzugegeben und die Stoppuhr gestartet. Die Lernenden beobachten,
wie lange das Wasser braucht, bis es im Messzylinder ankommt (Zeitraffer).
Im Anschluss wird die Durchlaufprobe für Schluff und Ton gemacht. Die Lernenden
beobachten: Sand lässt Wasser schnell durch (4,5 min), Schluff langsamer (7 min),
Ton am langsamsten (9 min). Sie erkennen: Je kleiner die Körnchengröße der
Bodenteilchen, desto langsamer läuft das Wasser durch. Die Größe der Teilchen der
mineralischen Substanzen hat eine Auswirkung darauf, wie viel Wasser der Boden speichern
kann.
Schritt 7: Luft im Boden sichtbar machen
Nun wird der Erlenmeyerkolben verwendet: Die Lernenden füllen ihn mit der Bodenprobe
des Feldwegs und geben Wasser hinzu. Sie beobachten, wie Luftblasen aus der Probe
aufsteigen. So wird deutlich, dass Böden Luft enthalten. Die Lernenden haben nun die
Option, die Profi-Aufgabe durchzuführen oder zu überspringen.
Schritt 8, Option 1: Bodenanimation wiederholen
Die Lernanimation des Bodens vom Anfang wird noch einmal gezeigt und die
Bodenbestandteile und ihre Funktionen werden näher erklärt.
Schritt 8, Option 2: Profi-Aufgabe (Glühverlust zur Humusbestimmung)
Die Lernenden beantworten Zwischenfragen auf dem Forscherpad, die sie auf das Vorgehen
im Experiment vorbereiten: Woraus besteht Boden abgesehen von den mineralischen
Bestandteilen und woher stammt die dunkle Farbe des Bodens (organische Substanz)?
Wie kann der Gewichtsanteil der organischen Substanz an einer Bodenprobe ermittelt
werden (Gewichtsverlust der Bodenprobe nach Verbrennung)? Die nächsten Schritte sind:
- Leergewicht einer Porzellanschale wiegen und notieren (40 g)
- Bodenprobe in die Schale geben, Gesamtgewicht wiegen (50 g), Gewicht der Bodenprobe berechnen (10 g) und beides ins Protokoll eintragen
- Probe im Laborofen bei hoher Temperatur für den angegebenen Zeitraum glühen (im virtuellen Ablauf 12 Stunden). Organisches Material ist in CO2 umgewandelt worden
- Bodenprobe erneut wiegen und Wert notieren (48 g)
- Glühverlust berechnen (Differenz vor/nach Glühen) und den Anteil organischer Substanz (Humus) bestimmen (2 g)
Nach dem Eingeben der Messergebnisse erläutert Dr. Blubber den Versuch, was der
Humusgehalt im Boden bedeutet. Anschließend folgt die Lernanimation, siehe Option 1.
Schritt 9: Aufräumen
Die Lernenden entscheiden, ob sie das virtuelle Labor selbst aufräumen oder dies
automatisch erledigen lassen möchten. Wenn sie sich für das selbstständige Aufräumen
entscheiden, müssen sie die benutzten Materialien korrekt sortieren.
Expertentest (optional)
Im Test ordnen die Lernenden per Drag & Drop den grafisch dargestellten Bodentyp den
richtigen Bezeichnungen zu (sandig/tonig/schluffig). Die Lernenden erhalten ein
Expertendiplom, wenn sie den Test vollständig bis zum Ende durchführen.